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Wir Slawen sind Genies des Leidens:Wojciech Kunicki und Ernst Jünger: Briefe und Tagebücher

Anbieter: Hugendubel.de
Stand: 31.01.2018
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Wir Slawen sind Genies des Leidens (Buch)
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Erscheinungsdatum: 10.12.2015Medium: BuchEinband: GebundenTitel: ´´Wir Slawen sind Genies des Leidens´´Titelzusatz: Wojciech Kunicki und Ernst Juenger: Briefe und TagebuecherRedaktion: Zarska, NataliaVerlag: Leipziger Universitaetsvlg // Leipziger Univer

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Stand: 01.02.2018
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´´Wir Slawen sind Genies des Leidens´´
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Festgabe aus Anlass des 60. Geburtstages von Wojciech Kunicki und des 120. Geburtstages von Ernst Jünger im Jahr 2015 mit Briefen und Tagebucheinträgen von 1985 bis 2002.

Anbieter: buecher.de
Stand: 15.02.2018
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Wir Slawen sind Genies des Leidens
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Wir Slawen sind Genies des LeidensWojciech Kunicki und Ernst Jünger: Briefe und TagebücherBuchvon Natalia ZarskaEAN: 9783865839916Einband: GebundenErscheinungsjahr: 2015Sprache: DeutschSeiten: 199Abbildungen: zahlreiche, z.T. farbige Abbildung

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Das Gericht des gelobten Rechtsstaates
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Als ich im August 1991 als Vertriebener nach Deutschland kam, ließ ich politische Anfeindungen, Ungerechtigkeiten und Demütigungen, die ich in meiner Heimat erfahren musste, hinter mir. Hier in meiner neuen Heimat würde es mir besser ergehen. So dachte ich. Ich komme in einen Rechtsstaat, in dem die Würde des Menschen als unantastbar gilt, wie es Artikel 1 des Grundgesetzes aussagt und in dem alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Damals war ich von diesen Vorstellungen überzeugt, geriet jedoch im Verlauf meines Lebens in diesem Staat in einigen Fällen in starke Zweifel und wurde dadurch auch sehr enttäuscht. Die Erlebnisse, die diese Zweifel und Enttäuschungen verursachten, habe ich in vier Tatsachenberichten festgehalten, die in diesem Band zusammengestellt wurden. Einmal handelt es sich um die schrecklichen Erlebnisse bei der Geburt meines Sohnes. Mein inzwischen 4-jähriger Sohn leidet noch heute unter den Nachwirkungen der Fehler, die in der Klinik gemacht wurden, die jedoch keiner der Beteiligten je zugeben würde. Erschreckend war für mich auch, welchem Stress Kinder in diesem Land ausgesetzt werden, bevor sie Schule und Unterricht kennenlernen konnten. Bei Kindern, die sehr wohl mit der deutschen Sprache vertraut sind, wird der sog. Sprachstand (Deutschsprachkurs) überprüft. Die noch nicht schulpflichtigen Kinder werden somit einer Prüfungssituation ausgesetzt, der sie möglicherweise psychisch überhaupt nicht gewachsen sind. In dem 3. Teil des Buches geht es darum, aufzuzeigen, wie schwer bzw. unmöglich es sein kann, berechtigte Forderungen vor einem deutschen Gericht einzuklagen. Ich habe den ganzen Prozessverlauf mit den erforderlichen Hintergrundinformationen zusammengestellt, so dass der Leser einen umfassenden Eindruck gewinnen kann. Im Mittelpunkt der Geschichte Das Porträt stehen die Sorgen und Nöte einer Vertriebenenfamilie, die in Deutschland erleben muss wie sie durch bürokratische Maßnahmen, von denjenigen imponiert, die in ihrem Herzen ein deutschsein für sich reklamieren und die anderen abschotten wollen, schikaniert wird. Bei genauer Betrachtung muss man leider feststellen, dass nicht die Stärke des Rechtes, sondern das Recht des Stärkeren siegt, und es wird sicher auch verständlich, warum ich meine Überzeugung, hier in einem Staat zu leben, in dem das Recht jedes Menschen Berücksichtigung findet, zumindest teilweise revidieren musste. Ich wurde 1970 in Gjakovë geboren und bin in einer mehrköpfigen Familie aufgewachsen. Mein Vater unterrichtete Albanisch und Geschichte und war Schuldirektor, meine Mutter war eine tüchtige und sehr umsichtige Hausfrau. Mein Vater zählte zu den ersten Kosova-Albanern, die nach dem Zweiten Weltkrieg die Fachhochschulreife erlangen konnten. Das albanische Volk bestand damals aus Analphabeten und verfügte nicht einmal über das Recht auf Bildung. Die jugoslawische Okkupationsmacht war bestrebt, alles, was mit dem Bildungswesen der Albaner in Verbindung stand, zu untergraben. Ich war ein guter Schüler und erlangte schließlich die Fachhochschulreife mit den Schwerpunkten Biologie und Medizin. Danach wurde ich an der Juristischen Fakultät der Universität von Prishtina als regulärer Student angenommen. So studierte ich jene Rechte, die den Albanern vorenthalten wurden. Im Sommer 1991 wurde ich von jugoslawischen Sicherheitskräften überfallen und misshandelt. Auch mein Vater wurde im Zentrum von Gjakovë verletzt. Trotzdem stellte der Vater fest: Nicht alle Serben sind schlecht, und der Sohn stimmte ihm zu: Nicht alle Slawen sind schlecht. Obwohl es oft heißt: Wo der slawische Stiefel auftritt, wächst kein Getreide mehr nach. Als Parallele zu dem, darf man, höflich und total unparteiisch, nur an den ehemaligen Osten Deutschlands erinnern. Als wir Abschied nahmen, gab mein Vater mir folgende Sätze mit auf den Weg: Arber! Im Herzen der Deutschen ist ein Platz für dich. Das Volk ist groß und hat wenige Freunde! Es war aber bisher die Arbeitsmaschinerie und die Kreativitätslokomotive für ganz Europa. Im August 1991 emigrierte ich nach Deutschland. Am Anfang hatte ich es, wie viele politisch Vertriebene, unglaublich schwer, und der Ausdruck Odyssee wäre bei Weitem zu schwach. Ich musste 16 Jahre lang, ohne einen vernünftigen Aufenthaltstitel auskommen, obwohl ich mich dank meiner integrativen Kraft exzellent zurechtgefunden und währenddessen, hier, regelmäßig in einem Arbeitsverhältnis gestanden hatte. 2006 wurden, nach einer langen Reihe unterqualifizierter Arbeits- und

Anbieter: ciando eBooks
Stand: 06.02.2018
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