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Die Frühgeschichte Bayerns. Römer und Germanen ...
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Erscheinungsjahr: 1990

Anbieter: reBuy
Stand: 23.09.2020
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Die Vorgeschichte des deutschen Volkes
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Seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts haben moderne archäologische Forschungsweisen wie die Radiocarbon- und Lumineszenz-Methode, die Dendrochronologie oder die statistische Anthropologie unser Bild von der Vor- und Frühzeit Mitteleuropas wesentlich erweitert. Viele neue Ausgrabungen in Rußland und im übrigen Osteuropa brachten wertvolle Funde. Zusammen haben sie überraschende Ergebnisse gebracht, zum Beispiel: Die Großsteingräber Nordwesteuropas haben sich als viel älter als die des Vorderen Orients erwiesen, die ältesten Wagen und Räder sind in Norddeutschland gefunden worden, und die früher nach dem Motto Ex oriente lux angenommenen Kulturübermittlungen aus Vorderasien nach Mitteleuropa haben ihre Richtung gewechselt.Das vorliegende Werk des Münchener Ordinarius faßt aus den verschiedenen Wissenschaftsbereichen die neuen Ergebnisse zur Vor- und Frühgeschichte Mit- tel- und Osteuropas, zu denen wesentlich auch die Sprachforschung gehört, in umfassender Weise zusammen. Dabei werden auch eingehend die aussagekräftigen Meßergebnisse aus der vor allem von der Arbeitsgruppe um die verdiente Anthropologin Ilse Schwidetzky erstellten Mainzer anthropologischen Datei statistisch ausgewertet. Auf überzeugende Weise kann dadurch mit Methoden der exakten Naturwissenschaften nachgewiesen werden, daß seit dem Ende der jüngeren Steinzeit die Landschaften zwischen Rhein und Oder, die Urheimat der Indogermanen, stets von artgleichen Menschen besiedelt wurden, daß also insbesondere für das Gebiet Deutschlands seit den Zeiten der Ur-Indogermanen Bevölkerungskontinuität bestand.Diese frühe Entwicklung der aufeinanderfolgenden, heute greifbaren und von ihren Nachbarn absetzbaren Kulturen wird im einzelnen geschildert, insbesondere die kulturelle Revolution am Ende des Neolithikums mit dem Beginn der Seßhaftigkeit und intensiver landwirtschaftlicher Wirtschaftsmethoden. Schon vor der Bronzezeit, einem kulturellen Höhepunkt für Nordeuropa, war mit der Bildung der Germanen und der Abtrennung deren Sprache vom Indogermanischen ein weiterer wichtiger Schritt getan.In den Jahrhunderten v. d. Ztw. erfolgt dann die Ausbreitung der Germanen nach Süden und Südosten bis zum Schwarzen Meer, die in die eigentliche Völkerwanderung ab 375 n. d. Ztw. einmündet. Für diese Zeiten werden die einzelnen germanischen Stämme auch namentlich und mit ihren Anführern und Königen durch Überlieferung antiker Schriftsteller greifbar. Wie diese Stämme - auch in Auseinandersetzungen mit Rom - zu Völkern werden und Staaten gründen - zum Teil in der Fremde, wo sie nach Jahrhunderten untergehen -, wird ausführlich beschrieben.Insbesondere wird nach einer Darstellung der gesamten historischen Entwicklung bis ins Mittelalter das Schicksal jedes einzelnen der dabei auftretenden germanischen Stämme untersucht. Dabei ergeben sich neue Erkenntnisse, etwa zur Bildung des späteren Stammes der Baiern oder zur Herkunft der heute als Slawen bezeichneten Völker. Mit den anthropologischen Forschungsergebnissen aus der Auswertung von Funden aus frühen Friedhöfen sowie aus der Betrachtung alter Schrift- Quellen wird überzeugend bewiesen, daß die noch immer meist als eigene Sprachgruppe neben den Germanen angesehenen Slawen später nach Westen eingedrungene Nachkommen der lange Zeit abgetrennt von der übrigen germanischen Welt im Osten lebenden Ostvandalen sind.Somit beruht der im vergangenen Jahrhundert zu den furchtbaren Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und den Ostvölkern bis hin zur Vertreibung der Deutschen aus Ostdeutschland führende Panslawismus mit seinen Gegensätzen zwischen Slawen und Germanen auf einem geschichtlichen Irrtum über die Herkunft der Slawen. Für die Deutschen ergibt sich unter anderem, daß sie mindestens bis 1945 das einzige große Volk Europas waren, das sich jahrtausendelang ohne Überfremdung in eigener Art erhalten und seine Sprache ohne Bruch weiterentwickeln konnte.

Anbieter: Dodax
Stand: 23.09.2020
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Karantanien
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Die Genese jedes Stammes ist ein komplexer Prozess gegenseitiger ethnischer, vor allem aber kultureller Beeinflussung von der im Land lebender Bevölkerung und Neuankömmlingen. Was die Entstehung Karantaniens anbelangt, wird auszuloten sein, ob nicht, wie an anderen Schnittstellen der Geschichte, ein normales Phänomen von kulturellem Wandel und Verschmelzung vorliegt, das, eingebettet in kulturelle Strömungen Mitteleuropas, zur Identität der Karantanen führte. Im fühmittelalterlichen Karantanien bildete sich zunächst in Nachfolge der römischen Provinz, deren Herrschaftszentrum Rom 476 untergegangen ist, noch vor dem Jahr 600 ein slawisches Fürstentum, das um das jahr 740 unter bairsiche Oberherrschaft geriet und aus dem jeweils unter der Führung hochrangiger, aber landesfremder Adeliger 817 eine karolingische Grafschaft wurde, ehe sie 976 zum Reichsherzogtum erhoben wurde. Der Kärntner Raum erlebte, anders gesagt, während der 500 Jahre zwischen 476 und 976 eine Reihe wechselnder Herrschaften und einschneidender gesellschaftlicher Veränderungen, die von Ostgoten, Franken, Byzantinern, Slawen, Awaren und Baiern geprägt wurden.

Anbieter: Dodax
Stand: 23.09.2020
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